Das war 2025 in Selm: Geschichten und Geschichte, Wahlen und Begegnungen

Das war 2025 in Selm: Geschichten und Geschichte, Wahlen und Begegnungen
Foto des Jahres: die Sehstation im Auenpark, gekürt auf der Ausstellungseröffnung der SELMomente 2026

Wenn man 2025 in Selm auf einen einzigen Begriff bringen müsste, wäre es vielleicht: bewegend.

Vielleicht nicht im Blick auf die große Weltpolitik – ganz gewiss aber in der besonderen, lokalen Art, wie sich unsere Stadt bewegt. Sie kennt ihre Geschichte, schaut auf die Gegenwart und gestaltet ihre Zukunft.

Für uns war es ein Jahr voller Gespräche, voller kleiner Begegnungen und großer Entscheidungen. 

Ein politischer Moment, der hängen bleibt

Im September wurde Selm politisch neu sortiert. In einer ausgesprochen knappen Stichwahl setzte sich Heinz-Georg Mors als neuer Bürgermeister gegen Amtsinhaber Thomas Orlowski durch.
Es war ein Wahlabend, an dem deutlich wurde: Hier geht es den Menschen nicht nur um Zahlen, Plakate und Wahlprogramme, sondern auch darum, welche Geschichten und Themen den lokalen Diskurs prägen. Die Spannung war, vor allem am Abend der Stichwahl, mit Händen zu greifen, rund hundert Stimmen entschieden letztlich für den neuen Amtsinhaber.

Die Burg ist zurück – und mit ihr ein Stück Stadtmitte

Im selben Jahr bekam Selm ein Stück seiner Geschichte zurück: die Burg Botzlar.
Mit ihrer Einweihung im Frühjahr wurde aus einer Baustelle wieder ein lebendiger Treffpunkt. Heute finden dort Sitzungen statt, Feiern, Ausstellungen, Konzerte, Gespräche – ein sichtbarer Ausdruck dessen, dass Geschichte nicht verstaubt sein muss, sondern das Leben einer Stadt bereichern kann. Die Burg ist kein Museum geworden, sondern ein Ort der Begegnung.

Jubiläen, die Wurzeln sichtbar machen

2025 war auch ein Jahr des Erinnerns.
Der Heimatverein Selm feierte sein 100-jähriges Bestehen, und die kommunale Neugliederung, durch die Bork und Cappenberg Teil Selms wurden, jährte sich zum 50. Mal. Was auf dem Papier nach Zahlen klingt, wurde im Laufe des Jahres zu etwas sehr Lebendigem: Geschichten aus früheren Zeiten, alte Fotos, neue Perspektiven wurden zum Stadtfest präsentiert.
Und ganz praktisch sichtbar: Gegen Jahresende wurden auf den Ortsschildern die Ortsteile wieder prominenter dargestellt.

Das ganz normale Selmer Leben

Zwischen Politik, Burg und Jubiläen spielte sich 2025 aber auch dort andernorts ab: auf den Straßen, in den Cafés, auf den Festplätzen.
Das Stadtfest, die Septemberträume, der Adventsmarkt – diese Termine prägten das Stadtgefühl. Man trifft Menschen, die man lange nicht gesehen hat, feiert zusammen, sich und die Stadt. Man bleibt stehen und merkt: Es entsteht Gemeinschaft.

Und das SELMagazin?

Auch wir waren mittendrin in diesem 2025.

Es war das erste vollständige Jahr nach dem Neustart des SELMagazins – und wir sind gemeinsam mit unserer Stadt durch zwölf Monate gegangen.

Mit unseren 52 Fotos der Woche ist eine kleine Chronik des Jahres entstanden: Blicke auf Selm, aufgenommen von der Redaktion, aber auch eingesandt von Menschen aus der Stadt, die das Magazin begleiten (gant herzlichen Dank dafür!).

Aus diesen Bildern wuchs der Kalender SELMomente 2026 – und mit ihm eine Ausstellung in der Burg Botzlar, auf die wir auch ein wenig stolz sind.

Mit den ersten fünf Folgen unseres Podcasts SELMundart wurde Selm zudem hörbar: Gespräche über Erinnerungen, Orte, Entwicklungen – über das, was Selm ausmacht und was Menschen hier mit Engagement und kreativen Ideen bewegen.

Auch hinter den Kulissen veränderte sich viel. Das Redaktionsteam wuchs und formte sich neu. Aus dem Schulprojekt Selmer Roots entwickelte sich unsere Jugendredaktion – auch eine wichtige Entwicklungen des zurückliegenden Jahres.

Und wir haben Neues ausprobiert: die ersten Selmischen Geschichten sind erschienen, die wir gern als einen fiktiven Erzählfaden weiterspinnen möchten.

Warum wir das alles erzählen

Weil wir glauben, dass unsere Stadt mehr ist als Termine und Meldungen.
Weil Selm aus Menschen besteht – aus Gesprächen, aus großen Fragen und kleinen Momenten.
Und weil wir uns freuen, wenn du Teil davon bist.

Als Leserin.
Als Zuhörer.
Als Fotografin.
Oder als jemand, der sagt:
„Das habe ich auch so erlebt.“

Willkommen auf dem SELMagazin.
2026 wartet schon.

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