SELM-UTOPIA gestartet: Jugendliche entwickeln ihre Vorstellungen von Zukunft
Mit Musik, Theater und Videoproduktion ist im Jugendzentrum Sunshine das Projekt SELM<U>TOPIA gestartet. Eine Woche lang konnten Jugendliche eigene Ideen entwickeln und ausprobieren, wie sich ihre Vorstellungen von einer lebenswerten Zukunft kreativ auf die Bühne und ins Bild bringen lassen.
Vom 10. bis zum 14. August standen im Sunshine täglich Workshops zu Musikproduktion, Theater und Videoproduktion auf dem Programm. Begleitet wurden die Jugendlichen von einem professionellen Team um den Regisseur und Musikproduzenten Gandhi Chahine. Dabei entstanden eigene Songs, Videos und selbst entwickelte Szenen.
Teilhabe erleben und eigene Ideen gestalten
SELM<U>TOPIA will Jugendlichen dabei nicht nur Raum für künstlerischen Ausdruck geben. Sie sollen zugleich erfahren, dass sie ihre Umgebung und gesellschaftliche Prozesse mitgestalten können. Ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ideen werden sichtbar, sie können sich mit anderen darüber austauschen und erleben, dass Beteiligung auch auf lokaler Ebene möglich ist.
Dabei geht es um Teilhabe, Mitgestaltung und die Frage nach dem eigenen Platz in der Gesellschaft. Theater, Musik, Film und später auch Tanz bieten den Jugendlichen verschiedene Möglichkeiten, ihre Sichtweisen auszudrücken, neue Ausdrucksformen kennenzulernen und gemeinsam etwas Eigenes zu entwickeln.
Themen, die Jugendliche beschäftigen
Inhaltlich greifen die Jugendlichen Themen auf, die sie selbst beschäftigen: ihre Wünsche und Ängste, das Zusammenleben unterschiedlicher Menschen, gegenseitigen Respekt und die Frage, wie eine lebenswerte Zukunft aussehen kann. Zugleich spielen Perspektivwechsel, Demokratieverständnis und die Auseinandersetzung mit Rassismus eine Rolle.
Besuch der NRW-Kinderschutzbeauftragten
Einen besonderen Besuch gab es während der Workshopwoche von Petra Ladenburger, der Beauftragten für Kinderschutz und Kinderrechte des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie machte im Rahmen ihrer Sommertour Station im Jugendzentrum Sunshine und ließ sich von den Jugendlichen zeigen, woran sie arbeiten.
Zu sehen bekam sie unter anderem einen kurzen Film mit Zukunftswünschen der Teilnehmenden. Zwei Jugendliche präsentierten außerdem einen selbst komponierten Song über Sexismus und alltägliche Gewalterfahrungen. In selbst geschriebenen Theaterszenen griff die Gruppe Konflikte aus ihrem Alltag auf und entwickelte mögliche Lösungen.
Aufführung am 4. Dezember
Nach den Sommerferien wird SELM<U>TOPIA fortgesetzt. Dann startet zusätzlich ein wöchentlicher Hip-Hop-Tanzworkshop mit Choreograf John Bakuma. Die dabei entstehenden Choreografien sollen ebenso wie Musik, Filme und Theaterszenen in die gemeinsame Abschlusspräsentation einfließen.
Die Ergebnisse des Projekts werden am 4. Dezember 2026 bei einer Aufführung im Bürgerhaus Selm präsentiert.
Das multimediale Jugendprojekt wird mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und geht auf eine Initiative des städtischen Jugendpflegers Benedikt Dorth zurück.
Links
Aktuelle Informationen zu SELM<U>TOPIA sind auf dem Instagram-Kanal des Projekts zu finden
