Baustellen-Botschaft

Baustellen-Botschaft

Kein Stinkefinger, keine belehrende Drohung: Einfach richtig.

Plötzlich war es weg – Anfang August fehlte an den Bauzäunen, die entlang der Abrisshäuser an der Kreisstraße eine entscheidende „Störung“ im Stadtbild.

Ein blaues Plakat, eine klare Aussage, dazu zwei Zebras.

Jetzt ist eine Variante rechtzeitg zum Beginn des Abrisses der Häuser am 30. September aufgetaucht – und ruft damit das Gesamtthema neu auf – Rassismus in einer Gesellschaft, die gerade in der Vielfalt ihre Stärke entdecken kann.

Die Dortmunder Gerüstbaufirma Bönninger macht sich seit Jahren sichtbar  mit einem gesellschaftlichen Engagement, das eine klare Botschaft in die Welt trägt:

  • Soziales Engagament für ein Kinderhospiz in Unna, einen Ambulanten Kinderhospizdienst, die Kinderkrebshilfe in Dortmund
  • Motivierende Jugendarbeit mit einem Projekt in der Elias-Kirchengemeinde Dortmund
  • Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine in ihrer vielleicht dauerhaft neuen Heimat
  • Klare Kante gegen Rassismus und Rechtsdrift in der Gesellschaft

Das blaue Bauzaunbanner mit den beiden Zebras hing eine Weile in Selm an den Bauzäunen – gut sichtbar auf der Fahrt in die Stadt hinein. Um den Monatswechsel zum August war es erst in der Zeitung – und dann weg.

Selm war damit „eigentlich“, also mit dem Plakat, in guter Gesellschaft. Große Plakate in Dortmund, beim Bau des Preußenstadions in Münster, bei Projekten in Lünen und bei Frsten in Münster – Mit diesen Plakaten und ähnlichen Bierdecklen bezieht die Firma klar Stellung.

Hintergrund der Firma:

Das Familienunternehmen wurde vor über 30 Jahren von Andreas und Carmen Bönninger gegründet und beschäftigt heute 120 Mitarbeiter aus bestimmten 15 verschiedenen Nationen. Gerüstbauermeister Christian Bönninger führt die Firma. Nach seiner Aussage gab es für den Betrieb noch nie einen Grund, auf Herkunft, Geschlecht, Aussehen oder Orientierungen der Bewerber zu achten. (Beitrag im Handwerksblatt)

Die Kampagnen:

Das Zebra-Banner mit der Botschaft „Rassismus ist, wenn weiße Zebras mit schwarzen Streifen schwarze Zebras mit weißen Streifen hassen“ ist eine ihrer laufenden Aktionen. 2022 setzten sie am Dortmunder Hauptbahnhof zudem ein 500 Quadratmeter großes Plakat mit „Stop Racism“ — mit ihren Mitarbeitern.

Das Bemerkenswerte:

Selbst beschädigte oder entfernte Motive halten das Familienunternehmen nicht davon ab, seine Gerüste weiterhin für gesellschaftliche Botschaften zu nutzen. Das ist genau die Art von Beharrlichkeit, die es braucht. [Beitrag im Handwerksblatt]

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